Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


AKTUELLES : Weihnachtsmesse am Heiligen Abend 24.12. um 17h in deutscher Sprache, um 19h in französischer Sprache. Seien Sie herzlich willkommen!

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen. Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, also auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

 Regelmäßige Gottesdienste:

In deutscher Sprache:

Sonntag: 11 Uhr

In französischer Sprache:

Donnerstag und Samstag: 18 Uhr 30

Alle Termine

Angedacht

Vom Zauber des Advents

Natürlich haben Kinder den Erwachsenen einiges voraus, wer würde es wagen dies zu bezweifeln? Sie können sich unter anderem leichter verzaubern und von etwas begeistern lassen. Es können glitzernden Sterne und die Lichterketten auf Bäumen oder in Kaufhäusern sein. Ebenso eine mit Musik und Düften geschaffene Atmosphäre eines schön hergerichteten Raumes. Darüber hinaus können sie beim Erzählen über den Heiligen Nikolaus oder über das Christkind, das bald kommen wird in Staunen versetzt werden.

Leider wird ihnen dieser Zauber oft zu früh genommen, wenn sie hören müssen, dass es nur die Eltern sind, welche die Säckchen gefüllt haben. Und dass die Geschenke im Gedränge eines Kaufhauses mit der Metro nach Hause geschafft und nicht vom Christkind liebevoll ausgesucht und auf geheimnisvollem Weg unter den leuchtenden Baum gelegt wurden.

Wir haben es allerdings in unserer von Technik, Wissen und Google gelenkten Welt, in der alles bis auf das kleinste erforscht werden kann, nicht leicht, ein Gespür für das nicht Beweis- und Erklärbare zu erhalten.

Kann ein vernunftbegabter und so geprägter Mensch noch erspüren, dass er in eine geheimnisvolle Welt geboren wurde, in der noch Platz für nicht Erklärbares und Zauberhaftes vorhanden ist? Ist das nicht die Voraussetzung, um überhaupt glauben zu können?

Können wir trotz technischem Fortschritt an Transzendentem interessiert bleiben. Da würde bereits ein Verständnis, oder zumindest ein Ahnen reichen, dass es schon in uns selbst ein Geheimnis gibt, welches wir nicht ganz erforschen können. Rainer Maria Rilke spricht von einem „Weltinnenraum“ und meint damit das Namenlose, das tiefste Geheimnis. Zunächst müsste man sich eingestehen, dass es etwas geben darf, ohne dass wir es beweisen können. Als gäbe es eine andere Wirklichkeit, die wir nicht anfassen, berechnen oder messen könnten.

Erfreulich, dass dies sogar intelligente Naturwissenschaftler, die Beweise über Millionen Lichtjahre entfernte Sterne liefern, eingestehen können. Möglicherweise ist diese andere Wirklichkeit, die wir nicht anfassen können, nicht weniger bedeutungsvoll, als die anscheinend reale Welt, in der wir tagein, tagaus leben und funktionieren.

Wäre es nicht eine Bereicherung, wenn wir versuchten uns solch ein Gespür für das Geheimnisvolle zu erhalten. Es könnte eine überraschende Begegnung sein, die uns verzaubert zurückließe, ein anrührendes Naturerlebnis oder eine religiöse Erfahrung, bei der wir staunten und innerlich von etwas Transzendentem ergriffen wären. Oder es wären Erlebnisse, die uns wie ein Wunder erschienen, wie etwas, das sich zwischen Himmel und Erde ereignete, ohne dass wir es erklären müssten.

Theologen sprechen vom „Geheimnis des Glaubens“, vom ganz Anderen, Heiligen oder Numinosen und wissen gleichzeitig, dass solche Erfahrungen nicht auf den sakralen Bereich beschränkt sind. Wer hat nicht schon Gänsehautfeeling erlebt, wenn die Nationalhymne abgespielt wird und Sportler ergriffen waren, weil sie für ihr Land Außergewöhnliches erreicht haben und nun gewürdigt werden.

Wir können dafür sensibilisiert werden. Um das erfahren zu können, müssten wir in unseren Innenraum eintauchen und mit unserer Tiefe in Berührung kommen. Hier ist so etwas wie ein Resonanzboden, um die Verbundenheit mit dem Grenzenlosen und Geheimnisvollen zu ermöglichen. Dabei können wir erahnen, dass wir Teil eines Größeren sind. Es ist, wie wenn nach einer Tür zur Ewigkeit Ausschau gehalten wird.

Für diese offene Haltung steht der nun bevorstehende Advent. Er hält eine Tür offen für etwas, das noch nicht da ist, aber sehnlichst erwartet wird. Er ist das Einüben in eine Wachheit für das Geheimnisvolle und Zauberhafte, das noch kommen mag.

Die Adventsdekoration auf den Champs-Elysées und auf anderen Plätzen mit glitzernden Lichterketten ebenso ein zur vollen Stunde glitzernder Eiffelturm könnten uns für dieses zauberhaft Geheimnisvolle sensibilisieren und dabei unsere tieferen Sehnsüchte lebendig halten!

Strahlende Kinderaugen geben Zeugnis von dieser anderen Wirklichkeit und Erwachsene können von Kindern lernen, die ihnen diesbezüglich einiges voraushaben. Wer würde es wagen, daran zu zweifeln?

Mit guten Wünschen für eine adventlich geheimnisvolle Zeit

und eine verheißungsvolle Aussicht auf Frieden unter den Menschen!

Ihr Pfarrer

Markus Hirlinger

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