Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen. Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, also auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

 Regelmäßige Gottesdienste:

In deutscher Sprache:

Sonntag: 11 Uhr

In französischer Sprache:

Donnerstag und Samstag: 18 Uhr 30

Alle Termine

Angedacht

Von Pfingsten und anderen Brandherden

Rauchmelder in Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen sind Standard geworden. Hier und da mussten allerdings in der Folge „gefährliche Kerzen“ aus echtem Wachs durch elektrische ersetzt werden. Mit dem Rauch der Kerzen könnten Rauchmelder die Sprinkleranlage in Funktion setzen oder sogar die Feuerwehr alarmieren. Fast wäre dies unserem Bundesfreiwilligen passiert, als er es beim österlichen Festgottesdienst mit dem Füllen des Weihrauchfasses zu gut gemeint hatte, sodass unserem hausinternen Rauchmelder keine andere Wahl blieb, als unangenehm und ohrenbetäubend auf die Gefahr aufmerksam zu machen.

In manchen Kirchen können elektrische Kerzen angeknipst werden, damit es neben sicherheitsrelevanten Aspekten auch keine Probleme mehr mit entstehendem Ruß und Rauch gibt. Man stelle sich in der Folge Erstkommunionkinder vor, wie sie mit einer Batterie unter ihrem Gewand, die mit Glühbirnen ausgestatteten Plastikkerzen in ihren Händen halten.

Nach den biblischen Berichten scheint Pfingsten diese Gefahr nicht zu kennen, denn „Zungen wie von Feuer“ – wie in der Apostelgeschichte berichtet wird – ließen sich auf jeden Einzelnen nieder. Echtes Feuer muss das gewesen sein, da der damit verbundene Geist – trotz widersprüchlicher Meinungen – bis heute weiterwirkt. Dabei geht es um die brennende Frage, ob das „Feuer des Geistes“ nur symbolisch oder in echt gemeint war.

An Pfingsten feiern Christen, dass sie seit ihrer Taufe von Gottes Geistesgegenwart Feuer fangen und sich immer tiefer in ihrem Innersten begeistern lassen. Ob sie für etwas Reales brennen hängt davon ab, ob sie es mit ihrem Glauben nur symbolisch meinen oder in echt. Wenn Menschen Durst haben, hilft das bloße Denken an Wasser wenig. Die Einladung Jesu ist ernst gemeint: „Wer Durst hat komme zu mir, denn aus meinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen“.

Der Glaube der auf Pfingsten basiert, erzeugt in der Mitte der Person eine wirklichkeitsverändernde Kraft auf ihr Empfinden, Denken und Handeln. Menschen die sich mit dem Feuer des Geistes entzünden lassen, werden nicht nur für die Botschaft des Evangeliums brennen, sondern versuchen diese selbst zum Maßstab ihres Menschseins und ihrer Menschlichkeit werden zu lassen.

Auch wenn dieser verheißene Geist bei heutigen Christen nicht immer als stürmische Kraft wahrgenommen wird, so ist der „Ruach“, wie es im Hebräischen heißt, kein abgestandenes Lüftchen. Vielmehr ist dieser Geist eine frische und lebenspendende Dynamik, die wie ein Rauchmelder sofort anspringt, wenn in nächster Umgebung oder irgendwo auf der Welt ein gerechtes und friedvolles Miteinander der Schwestern und Brüder verhindert wird.

Brandherde gibt es viele auf dieser Welt, selten in einer Kathedrale, aber häufig da wo Menschen in existentielle Nöte geraten oder wo ein Staat mehr auf Abgrenzung als auf vertrauensvolles Miteinander setzt. Dass es aber immer noch viele Menschen gibt, die sich entflammen lassen und geistesgegenwärtig und geschwisterlich einspringen, ist auch 2000 Jahre nach dem ersten Pfingsten noch brandaktuell. Möge sich Europa nach der Wahl hiervon begeistern und leiten lassen!

Pfarrer Markus Hirlinger

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