Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


Wir freuen uns, weiterhin Gottesdienste mit Ihnen feiern zu dürfen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir Sie, sich in die entsprechenden Listen einzutragen. Vielen Dank!     – – – – – –   Unser digitales Zusatzangebot steht Ihnen weiterhin zur Verfügung.  – – – – –  Gemeindebrief 2021/22 : Bitte nehmen Sie an unserer Umfrage teil, um Ihre Einschätzung zum Thema « Glauben in Nähe und Distanz » besser zu kennen. Danke!

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen. Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, als auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

 Regelmäßige Gottesdienste:

In deutscher Sprache:

Sonntags um 11 Uhr

Anmeldung zu den Gottesdiensten

In französischer Sprache :

Donnerstags und samstags

um 18:30 Uhr

(im April nur samstags um 17:30 Uhr)

Alle Termine

Angedacht

Österliche Zuversicht

Es fällt nicht leicht in unserer derzeitigen Situation österliche Gefühle über die Freude der Auferstehung Christi in uns wachzurufen. Es gibt zu viel, was unser Leben deutlich einschränkt, bedroht und in Grenzen hält. Dabei will Ostern doch gerade Grenzen sprengen und Freiheit ermöglichen. So sehr sehnen wir uns danach!

Doch zu Ostern gehört in der Tat zunächst die Realität des Kreuzes, welcher  Gott in Jesus Christus nicht ausgewichen ist und auch heute nicht ausweicht. ER begibt sich mit uns zusammen in jene Ereignisse, in denen Scheitern, Leiden, Sorge, Angst und Tod unvermeidbar zu unserer menschlichen Existenz gehören. Dort, wo sich das Leben neben seinen Höhen auch in seinen Tiefen ereignet, wo es sich in seiner Verletzlichkeit und Begrenztheit zeigt, wie es ist. Die ganze Menschheitsfamilie teilt diese Erfahrung seit über einem Jahr miteinander. Und wer könnte über Corona hinaus hiervon nicht aus seinem eigenen Umfeld manches hinzufügen? Weil es zum Menschsein gehört, hat sich Gott diesen Weg nicht erspart und hat sich in Jesus Christus leidenschaftlich auf unsere Wirklichkeit eingelassen. In diesem tieferen Verständnis gehört der Karfreitag wesentlich zum christlichen Ostern dazu!

Ostern ermutigt uns gleichzeitig, das scheinbar Unmögliche anzunehmen: Christus ist  nicht dortgeblieben. Er ist dem Tod nicht verfallen, sondern er hat die Mauern gesprengt und ist auferstanden! Das ist unser österlicher Glaube. Wirklich verstehen können wir dies vermutlich kaum. Aber wir könnten wenigstens ahnen, dass Gott, sofern er wirklich Gott ist, immer anders und mehr sein muss, als die Begrenztheit unseres Verstehens erlauben will. Denn die Größe und Ewigkeit Gottes ist unermesslich und für unseren Verstand letztlich nicht fassbar. Und gerade deshalb reicht sie neben der Unendlichkeit des Kosmos und der Zeit auch bis in die Begrenztheit unseres irdischen Lebens hinein und verwandelt diese. Ostern mutet uns zu, die Mauer des Zweifels zu überschreiten. Denn das österliche Versprechen heißt: Der Mensch bleibt nicht im Tod gefangen!

Damit dürfen wir annehmen, dass Gott auch uns zutraut, die österliche himmlische Befreiung in unsere irdische Begrenztheit hineinwirken zu lassen. Demnach ist mit unserem Menschsein einerseits die existentielle Fähigkeit verbunden, Einschränkungen des irdischen Lebens annehmen und wo nötig geduldig aushalten zu können. Andererseits ist uns mit unserem Glauben, Hoffen und Lieben eine spirituelle Gabe geschenkt, existentielle Begrenztheiten zu überwinden und zu durchschreiten. Die Mauer von Enttäuschung zur Zuversicht, von Ohnmacht zum Handeln, von Streit zur Versöhnung, von Gleichgültigkeit zum Mitgefühl und sogar die Mauer vom Tod zum Leben. Wer dabei etwas vom Ewigen Leben hereinströmen lässt, kann auch über Ostern hinaus österlich und zuversichtlich leben können!

In diesem Vertrauen wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen für die Karwoche und die kommenden österlichen Tage jenen Mut, den die ersten Zeugen und Zeuginnen der Auferstehung bewogen hat, den Durchbruch zu wagen und Christus in doppeltem Sinn zu bezeugen, als den Gekreuzigten und Auferstandenen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie aus der Freude des Auferstehungsereignisses leben können und dass Sie die innere Stärke verspüren, manchen Widrigkeiten des täglichen Lebens die österliche Zuversicht wirkungsvoll entgegenhalten zu können!

In österlicher Freude und Verbundenheit!

Ihr Pfarrer Markus Hirlinger