Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


  – – – –  Herzlich willkommen in unserer Gemeinde! – – – – Gemeindebrief 2022/23 : Machen Sie mit beim großen Brainstorming zum Hauptthema 2022/23! Näheres hier.  – – – –

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen.

Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, als auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

Unsere Gottesdienste 

In deutscher Sprache:

Sonntags um 11 Uhr 

In französischer Sprache :

Donnerstags und

Samstags um 18:30 Uhr

Alle Termine

Angedacht

Ostern – ein Leuchten, eine Zuversicht
                  gleichzeitig auch eine Zumutung!

Die stärkste Ermutigung hält die Natur für uns Menschen bereit. Im Frühjahr erwacht das Leben neu, egal wie streng der Winter war, wie groß die Sorgen sind, wie groß die Not ist. Das Blühen in der Natur berührt Menschen aller Religionen und Völker und aller Zeiten gleichermaßen.

Das Paschafest und das Osterfest, das Juden und Christen in diesen Tagen feiern, geben Zeugnis eines guten und erlösten Lebens durch Unfreiheit und Tod hindurch. Mose führt das Volk Israel aus der Knechtschaft in Ägypten in die Freiheit und Jesus Christus geht den Weg durch die Knechtschaft des Todes am Kreuz in die Freiheit des auferstandenen Lebens.

Diese Ereignisse, an die sich Glaubende erinnern, sind längst zu wirkungsvollen inneren Bildern geworden, die auch in der Seele eines modernen und kritisch denkenden Menschen wirken können. Sie möchten die Lebenskräfte in uns wecken, indem sie Zeugnis geben, dass das Leben stärker ist als der Tod.

In diesen Bildern wird weder das persönliche Leiden eines einzelnen Menschen noch das gemeinsame Leiden durch die Pandemie oder des unfassbaren Krieges übersehen. Es gehört der Blick auf die Wirklichkeit des Karfreitags dazu, an dem Jesus in die Welt hineinschreit: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Ostern mutet den Menschen diesen Schrei zu und ermutigt sie dabei den Blick nicht nur auf das Kreuz Jesu zu richten, sondern auch dorthin zu gehen, wo Leiden, Trauer und Tod herrschen. Dorthin wo sich das Leben nicht nur in seinen Höhen, sondern auch in seinen Tiefen ereignet, wo es sich zeigt, wie es ist. Und dort auszuhalten, wo es kaum auszuhalten ist, zu schweigen, wo jedes Wort zu viel wäre, zu schreien, wo Entsetzliches passiert.

Doch Ostern mutet uns dabei auch zu, das scheinbar Unmögliche zu glauben. Zu vertrauen, dass es Gott selbst ist, der mit uns in dieser Situation und in diesem Schrei aushält, mehr noch ihn selbst in diese Welt hineinschreit und gleichzeitig immer mehr ist, als unser Verstehen und Begreifen erfassen kann. Und gerade so reicht er in unser irdisches Leben herein und befreit es. Denn Christus, Gottes Sohn, er selbst ist in dieses Leben ganz eingetaucht und zum wahren und neuen Leben auferstanden!

Damit traut er auch uns zu, den Durchbruch zu wagen. Die Mauern unseres Alltags zu durchbrechen: von Hoffnungslosigkeit, Sorge und Angst zur Zuversicht, vom Streit zur Versöhnung, vom Egoismus zum Teilen, von Gleichgültigkeit zur Solidarität und Liebe. Und dabei kann das Ewige Leben schon jetzt in unser irdisches Leben hereinwirken und unser Dasein zum Leuchten bringen und uns mit Zuversicht erfüllen.

Vielleicht mag sich der ein oder die andere von diesem Mut anstecken lassen, den die ersten Zeuginnen und Zeugen bewogen hat, von der Befreiung und der Auferstehung Jesu Christi Zeugnis zu geben und den Weg eines auferstandenen und befreiten Lebens zu wählen.

Mit österlicher Ermutigung und herzlichem Gruß!
Ihr Pfarrer Markus Hirlinger