Sankt Albertus Magnus Paris

Katholische Gemeinde deutscher Sprache


AKTUELLES: Firmung 2020 - Sie können sich noch bis zum 20. November im Sekretariat anmelden. Informieren Sie bitte auch Ihren Bekanntenkreis über diese Möglichkeit! Wir freuen uns über jeden neuen Firmling!

So finden Sie uns:

38, rue Spontini

75116 Paris

M° Porte Dauphine

Wegbeschreibung

Seien Sie herzlich willkommen…

…in unserer deutschsprachigen katholischen Kirchengemeinde Sankt Albertus Magnus in Paris! Wir freuen uns, wenn Sie sich für uns interessieren und uns wenn möglich in echt besuchen!

Unsere Gemeinde ist ein besonderer Ort in Paris! Er bietet ihnen eine sprachliche und religiöse Heimat in einem angenehmen und dynamischen Rahmen. Hier treffen sich Deutsche und Franzosen, Österreicher und Norddeutsche, Schweizer und Schwaben und feiern zusammen Gottesdienst oder unternehmen etwas gemeinsam. Wir heißen Sie sowohl in unserer Gemeinde, also auch auf unserer Homepage willkommen! (mehr…)

 Regelmäßige Gottesdienste:

In deutscher Sprache:

Sonntag: 11 Uhr

In französischer Sprache:

Donnerstag und Samstag: 18 Uhr 30

Alle Termine

Angedacht

Allerseelen oder die bleibende Würde   

Ob sich manche noch an den besonderen Geruch und die Freude erinnern, die entstand, als sie im Kindesalter im Herbst mit dem herabfallenden Laub  spielten und darin herumtobten. Es ist erstaunlich, wie wir auch als Erwachsene am Ende des Sommers den Glanz der Farben von Blättern in Freude bewundern, und gleichzeitig darum wissen, dass dies ihr endgültiges Fallen ankündigt.

Beim Lebensweg eines Menschen, der sein Leben viele Jahre aktiv gestaltet hat, nehmen wir zu gegebener Zeit wahr, wie auch er älter und schwächer wird und letztlich dem Tod entgegen geht. Wer diese Veränderung nahe miterlebt, mag sich fragen, wo die bisherige Schönheit und Würde bleibt, wenn sich ein Mensch langsam aus dieser Welt verabschiedet

In Kapitel 19 des Johannesevangeliums wird uns vor dem Sterben Jesu von einer Begegnung mit Pilatus berichtet, bei der Jesus gefragt wird, ob er der König der Juden sei. Beide wissen, dass sein Tod nicht mehr zu verhindern ist. Dennoch ist in diesem Dialog spürbar, wie souverän und „königlich“ Jesus vor dem steht, der Macht über sein Leben und die Art seines Sterbens hat. „Mein Königtum ist nicht von dieser Welt“, antwortet Jesus und weist darauf hin, dass Pilatus und die Welt zwar Macht haben seinen Körper zu vernichten, nicht aber das, was ihn in seiner Person und Würde ausmacht.

Dahinter verbirgt sich ein Geheimnis, das uns Menschen letztlich Ruhe und Gelassenheit schenken kann, der Realität des Todes auch in unserem Herzen nicht ausweichen zu müssen. In uns ist eine das irdische Leben übersteigende Wirklichkeit, die unsere, auch durch den Tod nicht mehr zu nehmende Würde ausmacht, weil sie nicht von dieser Welt ist. In uns ist gewissermaßen ein heiliger und schöner Bereich, der nicht nur im Herbst unseres Lebens, sondern sogar über den Tod hinaus erhalten bleibt.

Dies eröffnet einen anderen Blick auf die Natur des Menschen und damit auch, auf das eigene Sterben und den Tod unserer Mitmenschen. Wir dürfen ahnen, dass je älter und schwächer wir werden, wir auch jenem Bereich näherkommen, der uns in einer königlichen Schönheit und Würde erstrahlen lässt, die in eine andere Zeit und Seinsweise hineinreicht.

Als gläubiger Christ darf ich sogar annehmen, dass da jemand freudig auf mich wartet und mir zu verstehen gibt: „Da bist du ja. Voller Sehnsucht und Freude warte ich darauf, dich … ganz nahe bei mir zu haben!“

Ob wir dies auch über den Allerseelentag hinaus so ahnen oder glauben können? Trauer und Tränen dürfen trotzdem sein, wenn wir uns vom Tod unserer Lieben berühren lassen. Dies ermöglicht uns aber eine Haltung der Ruhe und Zuversicht, welche gleichzeitig die aktuelle Gestaltung des irdischen Lebens prägen kann!

Vielleicht dürfte sogar ein wenig Vorfreude herüber wirken, die jetzt schon vom künftigen Glanz der neuen Würde und Schönheit Zeugnis gibt.  Macht uns nicht auch der Glanz der Farben der nach und nach fallenden Blätter darauf aufmerksam?

Lassen Sie sich zu Beginn des Novembers einladen, unserer Verstorbenen zu gedenken. Sie haben am Sonntag, den 3. November vor dem Gottesdienst um 11 Uhr die Möglichkeit, Namen Ihrer Angehörigen in eine ausliegende Liste einzutragen, für die im Gottesdienst gebetet und ein Licht entzündet wird.

Bei einem Spaziergang in diesen Novembertagen auf einem der Friedhöfe in Paris oder in der Heimat im Gedenken an unsere Verstorbenen könnte diese christliche Hoffnung zu ahnen und für manche sogar zu „riechen“ sein!

Ihr

Pfarrer Markus Hirlinger

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