Sankt Albertus Magnus 

Sankt Albertus Magnus – Patron unserer katholischen Kirchengemeinde in Paris

Albertus Magnus war Kirchenlehrer, Wissenschaftler und Mönch aus dem 13. Jahrhundert, der erst 650 Jahre nach seinem Tod 1931 durch Papst Pius XI heiliggesprochen wurde. Wegen seiner überragenden Gelehrsamkeit und seines außergewöhnlichen Wissens erhielt er noch zu seinen Lebezeiten den Titel `Doktor universalis`oder `Albert der Große`.  Wir verstehen ihn als Brückenbauer zwischen Glauben und Vernunft, zwischen griechischer aristotelischer Philosophie und christlichem Glauben und nicht zuletzt zwischen Köln und Paris.

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Um das Jahr 1200 im schwäbischen Lauingen geboren verbrachte Albert seine Jugend nicht nur in der Donaugegend, sondern auch in Venedig und Padua, wo er sich vielseitigen Studien widmete wie den Künsten und der Medizin. In Padua kommt er mit dem Predigerorden der Dominikaner in Berührung und lässt sich von Jordan von Sachsen, dem Nachfolger des Hl. Dominikus überzeugen, in den Orden der Dominikaner einzutreten. Die Zeit war geprägt von einem neuen Geist der Armut in Liebe.

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Der Mönch Albert fällt seinen Ordensmeistern durch seine philosophische und theologische Intelligenz auf, sodass sie ihn als Lesemeister in verschiedene deutsche und europäische Städte wie Freiburg, Straßburg, Regensburg, Bologna, Padua und schließlich 1242 nach Paris an die Sorbonne schickten, wo er sein Magister der Theologie abschloss und als erster deutscher Professor lehrte. Einer seiner Schüler war der bekannte Philosoph und Theologe Thomas von Aquin.

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Sechs Jahre später, 1248, wurde ihm die Einrichtung der neugegründeten Ordenshochschule in Köln übertragen bis er 1260 zum Bischof von Regensburg geweiht wurde. Als er drei Jahre später von Papst Urban IV. von diesem Amt entpflichtet wurde erhielt er für kurze Zeit den Auftrag in deutschen Städten für den 7. Kreuzzug zu predigen, bevor er schließlich wieder seine Lehrtätigkeit aufnahm und an seinen 50 Lexikonbänden weiterschrieb. Seinen Lebensabend verbrachte Albert im Dominikanerkloster Hl. Kreuz in Köln, wo er am 15. November 1280 starb. Seine Gebeine wurden in der Krypta von St. Andreas zu Köln in einem Sarkophag aufbewahrt.

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Albertus Magnus weist ein weit gefächertes Profil auf: Ordensbruder, Seelsorger, Gelehrter, Priester, Wissenschaftler, Mystiker und wollte wie sein Vorbild Dominikus „mit Gott und mit anderen von Gott sprechen“, und verbrachte so ein Leben in Armut mit reichen Worten.

Aufgrund seiner tiefgreifenden Kenntnisse in verschiedenen Bereichen, auch der Naturwissenschaften, wurde der Universalgelehrte zum Schutzpatron der Naturwissenschaftler und erhielt eine Ehrentafel in der Regensburger Walhalla.

Warum wurde Albertus Magnus als Patron unserer Kirche in Paris gewählt?

Als deutscher Heiliger aus Schwaben, der sechs Jahre in Paris studierte, lehrte und als Seelsorger wirkte, aber auch immer wieder von einem Ort zum anderen geschickt wurde, so wie es auch vielen Gemeindemitgliedern heutzutage geht, schien es naheliegend, ihn zum Namenspatron unserer Gemeinde zu wählen. Pfarrer Heger setzte sich, als das Gemeindehaus 1963/64 erweitert wurde, dafür ein. Seitdem hat auch unsere Gemeinde einen endgültigen und festen Platz in der französischen Hauptstadt gefunden. Seine Statue, die uns die Dominikaner aus Köln gestiftet haben, steht seitdem in unserer Kapelle. Wir gedenken unseres Namenspatrons jeweils am 15. November.

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Der Künstler Sieger Köder hat die deutsch-französische Verbindung, diese Brücke zwischen Kölner Dom in Deutschland und Notre-Dame de Paris in Frankreich durch seine Glasfenster, die nicht nur unsere Kapelle, sondern auch diese Homepage schmücken, ausdrucksvoll dargestellt. Das Thema des Friedens, zwischen den Menschen verschiedener Nationen, vor allem zwischen Deutschland und Frankreich bleibt uns im Gedenken an Albert dem Großen Geschenk und Auftrag zugleich!

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